23. Dezember

Fiesfisch vor Weihnachten

Der 23. Dezember heißt in Island Þorláksmessa (so wird es ausgesprochen) und ist ein Gedenktag für den Heiligen Þorlákur, der von 1133 bis 1193 lebte und ein isländischer Bischof war. Ursprünglich wurde die Þorláksmessa im Sommer gefeiert, wurde dann aber aus mir unbekannten Gründen in die Vorweihnachtszeit verlegt.

Aus mir ebenso unbekannten Gründen essen viele Isländer an diesem Tag ein, wie ich finde, ungenießbares Gericht, nämlich gekochten fermentierten Rochen. Zwar kann man in diesem  Video nicht nachvollziehen, wie grauenerregend das stinkt, aber die Gesichter der Restaurantbesucher sagen alles. Wer schon mal Hákarl (Aussprache) gerochen hat, stellt sich einfach den Geruch vor, wie er sich, vom Dampf des Fischsuds getragen, von der Küche aus ins ganze Haus ausbreitet. Wer keinen Hákarl kennt, stellt sich eine Mischung aus Ammoniak, Stockfisch und viel zu altem Camembert vor. Guten Appetit! 🙂

Der Koch im Video hat immerhin eine Theorie, warum man diesen Fisch vor dem Heiligabend isst. (Unfermentiert und ganz frisch soll er übrigens sehr lecker sein, aber er verdirbt sehr schnell, und das Fermentieren ist eine Methode, ihn zu konservieren – die sich aber leider im Geschmack niederschlägt).

https://www.youtube.com/watch?v=YuAeulDN6ew

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