Langfilme 2019

Happier Times, Grump / Ilosia aikoja, Mielensäpahoittaja (23.05.2019)

Deutschland-Premiere

Finnland 2018; 116 Minuten; OmU; Regie: Tiina Lymi; Cast: Heikki Kinnunen, Satu Tuuli Karhu

Grump lebt zurückgezogen auf dem Land. Nach dem Tod seiner Frau fasst er den Entschluss zu sterben und beginnt, seine Beerdigung vorzubereiten. Plötzlich steht seine Enkelin Sofia vor seiner Tür und stellt sein ruhiges Leben auf den Kopf. Bei ihrem Großvater sucht sie Abstand zu ihrem von Erfolg und Luxus besessenen Vater und zieht kurzentschlossen bei ihm ein. Sofia gibt ihm einen neuen Lebenssinn und gleichzeitig ein großes Geheimnis, das es zu bewahren gibt.
Mit Witz und Charme erzählt Happier Times, Grump rührend über die Kommunikation zwischen den Generationen und die Unbedeutsamkeit von Geld und Erfolg.

18.00 Uhr: Vernissage zur Ausstellung des Fotowettbewerbs mit Sektempfang. Musikalisches Highlight ab 18:30 Uhr: Die finnische Band Thalamus, unterstützt von der Deutsch-Finnischen Gesellschaft Bonn.

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As I Fall / Når Jeg Faller (24.05.2019)

Deutschland-Premiere

Norwegen 2018; 97 Minuten; OmeU; Regie: Magnus Meyer Arnesen; Cast: Preben Hødneland, Marius Aandal Pedersen, Alexandra Gjerpen

Joachim ist 25 Jahre alt und feiert seine Rückkehr aus der Entzugsklinik mit ein paar tiefen Zügen Heroin. Er steckt in einem Teufelskreis aus Abhängigkeit und Selbsthass, Entzug und Rückfall – bis seine Ex-Freundin Maria anruft. Sie wurde verhaftet, Joachim soll auf Lukas aufpassen, den gemeinsamen Sohn, den er seit dessen Geburt nicht mehr gesehen hat. Als Maria in immer größeren Schwierigkeiten steckt, muss Joachim Verantwortung übernehmen. Zu seiner eigenen Überraschung genießt er die Zeit mit seinem Sohn. Für Lukas will er ein besserer Mensch werden, ein guter Vater, ein echtes Vorbild. As I Fall ist die Abschlussarbeit von Studenten der Norwegischen Filmhochschule und ein bemerkenswertes Regiedebüt.

Im Anschluss: Q&A mit Magnus Magnussen (Produktion) und Magnus Meyer Arnesen (Regie)

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Britt-Marie war hier / Britt-Marie var här (25.05.2019)

Schweden 2019; 94 Minuten, OmU; Regie: Tuva Novotny, Cast: Pernilla August, Vera Vitali, Peter Haber

Jahrelang hat Britt-Marie nur für andere gelebt, war treusorgende Haus- und Ehefrau. Mit 63 Jahren will sie ihr Leben endlich selbst in die Hand nehmen. Ehemann verlassen? Check. Job suchen? Wenn das so einfach wäre. Denn alle halten sie für eine pedantische Nervensäge. Dabei mag sie es einfach, wenn die Dinge ihre Ordnung haben. Schließlich bekommt sie eine Stelle als Hausmeisterin in Borg, einem winzigen Dorf mit einer Straße, einem Jugendzentrum und einem Haufen fußballverrückter Bewohner. Nicht ganz das, was sie sich erträumt hat – aber wenn sie schon mal da ist, wischt sie eben erst mal durch. Und mischt bald das ganze Örtchen auf.

„Britt Marie war hier“ ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Fredrik Backman, Autor von „Ein Mann namens Ove“.

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Summerchildren / Sumarbörn (26.05.2019)

Island, Norwegen 2017; 84 min; OmeU; Regie: Gudrún Ragnarsdóttir; Cast: Kristjana Thors, Stefán Örn Eggertsson, Brynhildur Guðjónsdóttir

Island in den 1950er Jahren: Die fünf- und sechsjährigen Geschwister Eydís und Kári werden nach der Scheidung ihrer Eltern für einige Zeit in ein entlegenes Kinderheim auf dem Land gebracht, bis ihre Mutter wieder eine Arbeit gefunden und die Schwierigkeiten der Scheidung überwunden hat. Doch ihr Aufenthalt in dem mit strenger Hand geleiteten Heim dauert länger als erwartet. Also beschließen die Geschwister, sich alleine auf den Rückweg zu ihrer Mutter zu machen.
Der Debütfilm Summerchildren von Gudrún Ragnarsdóttir wird aus der Sicht der Kinder erzählt. In dramatischen Landschaftsaufnahmen vermischen sich Realität und Fantasieelemente aus ihren Vorstellungen.

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Lifeboat (27.05.2019)

Deutschland-Premiere

Dänemark 2018; 90 Minuten; OmeU (Sprachen: Dänisch, Schwedisch, Englisch); Regie: Josefine Kirkeskov; Cast: Sofia Helin, Pål Sverre Hagen, Sebnem Hassanisoughi

Der romantischer Segeltörn von Iben und Thomas findet ein abruptes Ende, als sie die junge Amal vor dem Ertrinken retten, deren Flüchtlingsboot gekentert ist. Iben überredet ihren Freund, Amal zu helfen und sie nach Italien zu bringen. Bald wird es eng zu dritt auf dem kleinen Segelboot. Iben vermutet, dass Amal etwas verbirgt, alte Ängste kommen ans Licht, Misstrauen und Eifersucht brechen sich Bahn.

Sofia Helin, Hauptdarstellerin der dänisch-schwedisch-deutschen Krimiserie Die Brücke, spielt in dem Psychodrama Lifeboat die Rolle der komplexen und fragilen Iben, die sich im Mikrokosmos des Bootes ihren Vorurteilen und ihrer Vergangenheit stellen muss.

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Now It’s Dark (28.05.2019)

Norwegen 2018; 125 Minuten; OmeU; Regie: Arild Østin Ommundsen; Cast: Silje Salomonsen , Per Kjerstad, Pia Tjelta

Eine Nacht, eine Frau, viele Begegnungen. Viel mehr soll über die Handlung dieses außergewöhnlichen Stücks Filmkunst aus Norwegen nicht verraten werden. Stimulierend, ästhetisch, fantastisch inszeniert Arild Østin Ommundsen die Reise einer jungen Frau durch das nächtliche Stavanger, auf den schlecht beleuchteten Trampelpfaden der menschliche Psyche.

Now It’s Dark erinnert an ein uneheliches Baby von David Lynch und Lars von Trier, ist mal schön und mal schrecklich, mal humorvoll und mal verstörend, aber immer etwas ganz Besonderes.

Vorempfang um 20:30 Uhr mit Ausschank von Kettenfett.

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Danmark (29.05.2019)

Dänemark 2017; 90 Minuten; OmeU; Regie: Kasper Rune Larsen; Cast: Frederikke Dahl Hansen, Jonas Lindegaard Jacobsen, Jacob Skyggebjerg

Bier, Gras, Musik: Das ist das Leben von Norge, so er- und überlebt er die dänische Provinz. Eigentlich will er weg, träumt von anderen Städten, fremden Ländern – aber nichts passiert. Bis plötzlich Josephine vor der Tür steht und behauptet, von ihm schwanger zu sein. Norge kann sich zwar erst nicht an sie erinnern, doch schließlich raufen sich die beiden zusammen. Denn die großen Fragen suchen nach Antworten: Sollen wir abtreiben? Das Kind gemeinsam großziehen? Erwachsen und ein echtes Paar werden?

„Danmark“ erzählt die Geschichte der Beiden mit ruhigen Bildern und einem ungeschönten Blick auf den Alltag von Jugendlichen in dänischen Kleinstädten.

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